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BV2018-Vorstand-web.jpgJudith Gebhardt

pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Diözesanversammlung pax christi im Bistum Aachen 2018

13. Sep 2018

Der Diözesanverband pax christi Aachen hat am Samstag den 8. September 2018 seine alljährliche Mitgliederversammlung durchgeführt. Die Mitglieder und der Vorstand trafen sich im QuellPunkt Aachen, um gemeinsam das vergangene Jahr zu reflektieren, sich auszutauschen und neue Pläne für das kommende Jahr zu schmieden.

Der Tag begann mit einem Vortrag von Herrn Prof i.d.R. Wolfram Wette „Gustav Heinemanns Vorstellungen vom ERNSTFALL FRIEDEN und die heutige GENERATION EINSATZ“. Ausgehend vom Wilhelminischen Kaiserreich zeichnete der Historiker und Friedensforscher das Spannungsverhältnis zwischen Pazifismus und Militarismus in den gesellschaftlichen Debatten sowie in deren Einfluss auf die Politik im 20. und 21. Jahrhundert nach. 



Im Mittelpunkt standen zwei Ereignisse, die nach Wettes Meinung, einen Mentalitätswandel in der deutschen Gesellschaft und Politik verdeutlichen. Zum einen, die Antrittsrede als Bundespräsident von Gustav Heinemann. In dieser erklärte der Politiker 1969, dass es der Ernstfall Frieden sei, in der sich eine Gesellschaft zu bewähren habe. Heinemann sprach den Mentalitätswandel von einer militaristischen hin zu einer post-heroischen Gesellschaft, der von der Mehrheit der Bevölkerung vollzogen wurde, aus. Als zweiten Wendepunkt benannte der Friedensforscher das Jahr 1999, als die damalige rot-grüne Regierung erstmals Auslandseinsätze der Bundeswehr genehmigte. Durch die Auslandseinsätze und die Einführung einer Freiwilligenarmee sei innerhalb der Bundeswehr eine „Generation Einsatz“ entstanden; die sich – wie in früheren Jahren – über den Kampf und die Opferbereitschaft definiere. Dieser selbstdefinierten Generation Einsatz steht eine Gesellschaft gegenüber, die sich weiterhin in ihrer Mehrheit gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr und Rüstungsexporte ausspricht. Wie dieses Spannungsverhältnis aufgehoben und der Konflikt ausgehen wird, vermochte Herr Wette nicht vorhersagen; jedoch stellte er klar, dass das Engagement der Friedensbewegung weiterhin unverzichtbar sei.

Nach einer kurzen und anregenden Diskussion, in der die Anwesenden, ihre Erfahrungen, Überlegungen und Kritikpunkte zum Vortrag austauschten, fanden sich alle im Raum der Stille ein. Dort leitete der geistliche Beirat Theo Pannen die Statio und vermochte es den Teilnehmenden etwas Einkehr und innere Ruhe zu schenken.



Die Freiwilligen des Jahrganges 2017/18 wurden feierlich verabschiedet, als Überraschung für die Anwesenden führten sie ihren gemeinsamen Tanz Beljika auf und forderten die Anwesenden auf mitzutanzen. Danach stellten die jungen Menschen ihre ehemaligen Einsatzstellen vor und fassten ihre Erfahrungen des Freiwilligenjahres kurz zusammen. Der Vorstand und Anja van Lück (Referentin für Friedensdienste) bedankten sich bei den Freiwilligen, wünschten ihnen für die Zukunft alles Gute und übereichten die Abschiedsgeschenke. Außerdem wurde die neue Freiwillige Anna Rode ganz herzlich begrüßt, sie wird ein Jahr in Aachen verbringen.

Danach widmeten sich die Anwesenden den notwendigen Regularien: der Vorstellung des Finanzberichtes, der Entlastung der Vorstandes und den Anträgen der Mitglieder. Am späten Nachmittag verabschiedeten sich die Teilnehmenden nach einem informativen und unterhaltsamen Tag voneinander.