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pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Internationale Jugendbegegnung

Jeden Sommer organisiert pax christi Aachen internationale Jugendbegegnungen. Jugendliche aus Deutschland, Polen, Bosnien Herzegowina, Serbien, Mazedonien und dem Kosovo treffen zusammen, spielen Theater oder erstellen Street-Art.

Themen wie Verständigung, Akzeptanz, Überwindung von Vorurteilen und Toleranz spielen dabei immer eine wichtige Rolle.


„Dealing with the Past and Holocaust Histories in the Balkans“
Bericht vom Internationalen Workcamp in Bitola, Mazedonien

Vom 10. bis zum 19. September 2017 fand zum zweiten Mal das Internationale Workcamp – welches pax christi Aachen zusammen mit dem forumZFD organisiert – statt. 15 Junge Erwachsene aus dem Kosovo, Mazedonien und Deutschland trafen sich in Bitola um sich mit der Geschichte des Holocaustes in Bitola und der Region auseinanderzusetzen.





Seit der frühen Neuzeit bis 1943 gab es in Bitola eine große jüdische Gemeinde mit mehreren Tausend Mitgliedern. Nach ihrer Vertreibung aus Spanien im 15. Jahrhundet, fanden sephardischen Jüdinnen und Juden Zuflucht im osmanischen Reich und siedelten u.a. in Bitola. Das jahrhundertelange Zusammenleben in der multiethnischen und multireligiösen Stadt fand am 11. März 1943 ein jähes Ende. Die jüdischen Bewohner*innen der Stadt wurden, von den deutschen und bulgarischen Besatzern, erst nach Skopje und danach in das Vernichtungslager Treblinka deportiert und dort ermordet. Nur ca. 200 der ehemals 70000 Jüd*innen aus Mazedonien überlebten den Holocaust. Bis heute ist der Verlust der Menschen in den jüdisch-mazedonischen Gemeinden spürbar.

Um mehr über die jüdische Geschichte sowie das jüdischen Leben auf dem Balkan und den Holocaust zu lernen besuchten die Teilnehmenden das Holocaust Memorial Center in Skopje und die dortige jüdische Gemeinde. In der Gesprächsrunde in der jüdischen Gemeinde bot sich die Chance etwas über das aktuelle jüdische Leben zu erfahren. Der Rundgang in Bitola „Auf den jüdischen Spuren der Stadt“ verdeutlichte abermals welch ein abruptes Ende das jüdische Leben 1943 fand.

Des Weiteren nahmen die jungen Erwachsenen an Workshops zu den folgenden Themen teil: Peacebuilding, Nonviolence, Dealing with the Past und Gender sowie an der der Diskussionsveranstaltung: “International volunteering for the local community”.
Neben dem inhaltlichen Input war die praktische Arbeit auf dem jüdischen Friedhof eine willkommene Abwechslung. Der 1479 errichtete Friedhof ist einer der größten und ältesten jüdischen Friedhöfe auf dem Balkan wurde viele Jahrzehnte vergessen. In den nächsten Jahren soll der Friedhof umfangreich saniert werden und auf dessen Gelände soll außerdem ein Mahnmal für die ermordeten Jüdinnen und Juden aus Bitola entstehen. Die Aufgabe der jungen Erwachsenen war die Gräber und Grabsteine freizulegen.

Die internationale Zusammensetzung der Teilnehmende eröffnete die Möglichkeit dass, sich die jungen Menschen mit ihren Vorurteilen, ihren Diskriminierungserfahrungen und ihrer Geschichte(n) auseinandersetzten und andere Perspektiven kennenlernten.
Die vielen positiven Rückmeldungen und Erfahrungen, haben uns überzeugt – im nächsten Jahr sehen wir uns wieder in Bitola.


Weiterführende Infos über vergangene Jugendbegegnungen: